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Frank H. Asbeck - Eine solare Welt
Der SolarWorld-Chef über die Zukunft unserer Energieversorgung

ISBN: 978-3-462-04080-7

»Sonne und Sand können unsere Energieprobleme lösen. Sie sind unbegrenzt!«

Frank Asbeck gehört zu den Pionieren der deutschen Solarbranche. Er ist Gründer und Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG, eines der drei größten Solarunternehmen der Welt. Asbecks Rat in Fragen der Energiepolitik ist quer durch alle Parteien gefragt. In diesem Buch zeigt er, wie Sonnenenergie unsere Zukunft bestimmen wird – und wie Umwelt, Klima und Wirtschaft davon profitieren.

Ressourcenknappheit, Umweltzerstörung und Klimaschädlichkeit – das sind die offensichtlichsten Nachteile von Öl, Gas und Kohle. Zudem machen fossile Energien und zentrale Stromnetze unsere Gesellschaft abhängig von Großkonzernen und undemokratischen Regimes. Und für die Entwicklungsländer sind solche gigantischen Infrastrukturen unbezahlbar. Deshalb kann eine ökologische und sozial gerechte Energieversorgung in Zukunft nur aus erneuerbaren Energien kommen. Auch die Atomkraft ist da keine Alternative – schon allein wegen der ungelösten Entsorgungsproblematik.

Die Vorteile der Solarenergie liegen auf der Hand: Sonne und Sand – die Rohstoffe für Solarmodule – sind unerschöpflich. Solarzellen produzieren bereits nach einem Jahr mehr Energie, als für ihre Herstellung nötig ist. Schon bald wird Solarstrom billiger als konventionell erzeugter sein. Sonnenenergie hat keine ökologischen Nachteile, sie ist unabhängig von Stromnetzen und Brennstoffen. Damit ist sie die ideale Quelle für eine weitgehend private, dezentrale, ökologische, gerechte und nahezu überall verfügbare Stromversorgung. Und Deutschland ist dank Pionieren wie Frank Asbeck führend auf dem Gebiet dieser Zukunftstechnik.
SolarWorld

    Michael Braungart / William Mc Donough
    Einfach intelligent produzieren.
    Cradele to cradele: Die Natur zeigt, wie wir die Dinge besser machen können.
    Gebrauchsanweisungen für das 21. Jahrhundert. (Tb)

    Autos aus Autos? Schuhe als Düngemittel für unsere Balkonblumen? Zukünftig gibt es nur noch zwei Arten von Produkten: Verbrauchsgüter, die vollständig biologisch abgebaut werden können, und Gebrauchsgüter, die sich endlos recyclen lassen. Die Devise lautet: Nicht weniger müssen wir produzieren, sondern verschwenderisch und in technischen und biologischen Kreisläufen. Eine ökologisch-industrielle Revolution steht uns bevor, mit der Natur als Vorbild. Und was die beiden Fachleute in anschaulicher Weise darbieten, ist keineswegs nur graue Theorie, sondern das Ergebnis eigener praktischer Erfahrungen: Michael Braungart und William McDonough erproben seit Jahren mit Firmen wie Ford, Nike, Unilever und BP erfolgreich die Realisierbarkeit ihrer Ideen.

      Dietrich Papsch- Wir sägen an unserem Ast
      Ein Buch über Geldverbrennung, Klimawandel, Demokratieverlust und die Notwendigkeit zum Umsteuern

      Die gegenwärtige Weltwirtschaftskrise, hervorgerufen durch eine entfesselte Ökonomie des Westens, ist das Problem der Gegenwart. Sie bringt ein wachsendes Gefälle bei Einkommen und Vermögen mit sich, die Folgen sind Armut und Hunger. Die Energiekrise auf Grund des zur Neige gehenden Öls und ein gefährlicher Wandel unseres Klimas weltweit stellt unser Dasein grundsätzlich in Frage, führt zu Kriegen, Demokratieabbau und fehlender Gerechtigkeit. Mit diesen Risiken beschäftigt sich der “Sonnensucher vom Kahleberg” in seinem 3. Buch und zeigt ausgehend von globalen Zusammenhängen und lokalen Gegebenheiten Wege zum Gegensteuern auf.

      Wir haben als mündige Bürger und Verbraucher Fähigkeit und Vermögen, etwas gegen diese Risiken zu unternehmen. “Wir müssen nur unsere Rechte wahrnehmen und durchsetzen!”, ist sich der Autor gewiss. “Wollen wir uns und unsere Nachkommen nicht den Ast absägen, auf dem wir als zeitweilige Bewohner dieser Erde sitzen, brauchen wir zur Bewältigung der Wirtschafts-, Sozial-, Klima- und Energiekrise einen völlig neuen Ansatz.” Diesen Ansatz gibt es, er steht für jedermann praktikabel. Seit 17.07.2009 im Buchhandel.

      ISBN: 78-3-941758-00-1, 14,95 Euro (Dietrich Papsch, 1.Auflage 2009 Verlag DeBehr, Radeberg)

        Öl im 21. Jahrhundert

        Der derzeit rapide und zugleich tiefe Preisverfall von Erdöl erweist sich als zweischneidiges Schwert.

        Einerseits rechnet die Wirtschaft mit einer höheren Kaufkraft der Konsumenten aufgrund der Entlastung der Verbraucher. Der niedrige Ölpreis verhindert aber notwendige Investitionen in alternative Energien, was langfristig nicht nur neue Rekordpreise fossiler Ressourcen bedeutet. Steffen Bukold beschreibt in zwei spannenden Bänden über das „Öl im 21. Jahrhundert“.

        Öl ist knapp. Die Folge sind Ölpreise, die über kurz oder lang immer wieder in neue schwindelerregende Höhen steigen werden. Doch wie steht es wirklich um die weltweite Ölversorgung? Auf diese Frage geht ein Hamburger Experte in zwei Bänden genauer ein.

         

        Steffen Bukold “Öl im 21.Jahrhundert” Band 1: Grundlagen und Kernprobleme 2009

        Steffen Bukold ” Öl im 21 Jahrhundert” Band 2: Alternativen und Strategien 2009

        Im ersten Band seines zweibändigen Werkes wirft er einen tiefen Blick in die Geschichte des schwarzen Goldes und diskutiert seine geologischen und technischen Besonderheiten. Darauf aufbauend analysiert er den aktuellen Diskurs über den Umfang der Ölreserven und den Scheitelpunkt der Ölförderung – den Peak. Daran anschließend geht er auf die Entstehung und Wirkung der Ölpreise ein und analysiert ausführlich ihr komplexes Wechselspiel mit den Finanzmärkten.

        In diesem zweiten Band eines zweibändigen Werkes stellt der Autor die Alternativen zum Erdöl vor, die von Biokraftstoffen über Ölsande bis hin zum synthetischen Öl reichen. Im Anschluss daran werden die ölpolitischen Strategien der wichtigsten Konsumentenländer vorgestellt und abschließend Thesen zur künftigen Ölpolitik entwickelt. Dieses Buch ist nicht nur für Wirtschaftswissenschaftler und Politiker eine informative und ebenso spannende Lektüre, sondern auch für alle anderen, die die aktuelle Diskussion um steigende Ölpreise und knappe Rohstoffe besser verstehen wollen.

        Quelle: UmweltDialog 2009

          Thomas Seltmann- Der globale Ölwechsel- Pflanzenöl statt Erdöl
          Das erste energiepolitische Sachbuch über das Öl der Zukunft erscheint im Frühjahr 2009.

          Es gibt viele Bücher über das absehbare Ende des Öls. Diese beschreiben zwar die Konsequenzen für die Energie- und Rohstoffversorgung und die sich daraus ergebenden dramatischen Folgen für die vom Erdöl weitgehend abhängige Weltwirtschaft und Weltpolitik. Bisher gibt es jedoch keine Darstellung einer realistischen, umfassenden und nachhaltigen Alternative zum Erdöl. Nahezu unerkannt existiert diese Alternative – in Form des Pflanzenöls, dieser ebenso genialen wie scheinbar unspektakulären Erfindung der Natur.

          „Der globale Ölwechsel“ gibt einen überblick über flüssige Bioenergierohstoffe im Kontext zu Erdöl und anderen diskutierten Energiealternativen wie z.B. Wasserstoff. Schwerpunkt des Buches ist die Darstellung von Pflanzenöl als universalem Rohstoff und Energieträger und Ersatz für das mineralische Erdöl. Das Buch spannt den Bogen über die Landwirtschaft als wesentliche Säule einer Pflanzenölwirtschaft bis hin zu einem zentralen Strukturfehler im Finanz- und Geldsystem, der nachhaltiges Wirtschaften – auch mit erneuerbaren Energien wie Pflanzenöl – heute geradezu verhindert.

          Das Buch ist gegliedert in drei Hauptteile:

          1. Das Erdöl der Zukunft
          2. Die Landwirtschaft der Zukunft
          3. Das Geld der Zukunft

          Leicht verständlich und anschaulich gibt es auch interessierten Laien einen guten Ein- und Überblick. Dieses Buch wird das Thema Pflanzenöl aus der technischen und ökologischen Detaildiskussion herausheben und für Bioenergie-Akteure ein wirkungsvolles Hilfsmittel in der medialen und politischen Auseinandersetzung sein.

          Autoren

          Autor und Redakteur ist Thomas Seltmann, unterstützt vor allem von den Experten Michel Matke, Prof. Dr. Ernst Schrimpff und Ingo Wenzel als Mitautoren.

          Weitere Informationen zum Autor erhalten Sie unter

          www.thomas-seltmann.de

ZDF Umwelt Beitrag

Aufgrund der Besteuerung ist Biodiesel und reines Pflanzenöl mittlerweile teurer als fossiler Diesel. Die Folge: Ein massiver Absatzeinbruch, der auch andere Wirtschaftszweige betrifft und zahlreiche Arbeitsplätze bedroht bzw. schon vernichtet hat

Im folgenden der Beitrag des ZDF Umweltmagazins vom 22.02.09

ZDF Umwelt

Der “Öko Camper”

Für alle die gern etwas ökologischer unterwegs sein möchten, gibt es exclusiv bei tanklust das Sondermodell “Öko Camper”. Dabei handelt es sich um einen T5 Multivan mit einer Motorenadaption für den Betrieb mit reinem Pflanzenölkraftstoff sowie einem Aufstelldach mit oder ohne Sonnenstromanlage (Photovoltaik)

Bewegen Sie Ihren “Öko Camper” nahezu CO2 neutral mit dem nachwachsenden Rohstoff aus Ihrer nächsten Umgebung und verabschieden Sie sich damit schon rechtzeitig von alten aussterbenden Mineralölkraftstoffen.

Weitere Informationen und Angebote zu T5 Multivan Fahrzeugen mit Pflanzenöl Motorenadaptionen und nachträglich installierten Aufstelldächern erhalten Sie unter www.bus-vagabunden.de

Energiesteuer Aktuell

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Im Nachfolgenden erhalten Sie aktuelle Informationen und Berichte zur Besteuerung von Pflanzenöl in Deutschland. Unter der Seite Kraftstoff, können sie sich ein Bild der Preisentwicklung von Pflanzenöl in den nächsten Jahren machen, wenn die Bundesregierung am Energiesteuergesetz festhält.

25.11.2009

Biokraftstoffe FDP und CSU: pro Steuersenkung
CDU: Ernst der Lage noch nicht verstanden

Erst in der letzten Woche hat der BBK in
seiner Pressemitteilung vom 18.11.2009 auf die dringliche Notwendigkeit der
Steuersenkung von Biodiesel und Pflanzenöl auf max. 10 ct/l hingewiesen.

Die CSU fordert über Josef Göppel, MdB - Vorsitzender des
Umweltarbeitskreises der CSU in Bayern – seit zwei Wochen, dass die
Besteuerung von Biodiesel und Pflanzenöl nicht höher als 10 ct/l ausfallen
darf. Der Minister des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung,
Landwirtschaft und Forsten, Helmut Brunner (CSU) fordert aktuell in seinen
Pressemitteilungen sogar, die Steuer auf 8 ct/l zu senken. Da in Bayern über
300 dezentrale Ölmühlen und Biodieselanlagen um ihre Existenz ringen, und
das bayerische Landwirtschaftsministerium hierüber bestens informiert ist,
stehen die Forderungen der CSU auf einem soliden Fundament.

Am 25.11.2009 fordert die FDP über ihre Ernährungs- und agrarpolitische
Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan, erneut
die Absenkung der Steuer auf Biokraftstoffe.

Ebenfalls am 25.11.2009 meldet die Pressestelle der CDU/CSU, dass die
Bundestagsabgeordneten Peter Bleser, MdB (CDU) und Franz-Josef Holzenkamp,
MdB (CDU) – Mitglied und Obmann im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft
und Verbraucherschutz der CDU-Bundestagsfraktion, das
Wachstumsbeschleunigungs-gesetz bezüglich des Einfrierens der Steuer
begrüßen und einen weiteren Anpassungsbedarf erst am Anfang des neuen Jahres
sehen. Das heißt, für sofortige Steuersenkungen besteht nach
Wachstumsbeschleunigungsgesetz kein Handlungsbedarf.

„Anscheinend ist der Ernst der Lage noch nicht bis zur CDU vorgedrungen.
Ohne eine Steuersenkung auf max. 10 ct/l ab 1. Januar 2010 sterben auch die
letzten 20 % der Unternehmen der Biokraftstoffbranche, die auf die CDU
vertraut haben. Derzeitig ist der Reinbiokraftstoffmarkt tot, das heißt, es
werden überhaupt keine Steuern eingenommen. 10 ct/l Steuer ist doch besser,
als nichts! Hinzu kommen über 50.000 Jobs in der Verarbeitung, Produktion
und dem Transport, wenn wir jetzt handeln! Ich verstehe die zögerliche
Haltung der CDU, die mit Wachstumsbeschleunigung nichts zu tun hat, nicht
mehr,“ so Peter Schrum, Präsident des BBK.
Pressemitteilung:
BBK Bundesverband Biogene und Regenerative Kraft- und Treibstoffe e.V.

9.November 2009

Mit dem heute vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf eines Wachstumsbeschleunigungsgesetzes setze die neue unionsgeführte Bundesregierung für die Agrarwirtschaft im ländlichen Raum ein wichtiges Signal

„Ich begrüße ausdrücklich den Verzicht auf die von der Großen Koalition in der letzten Wahlperiode beschlossenen Reduzierung der Steuerentlastungssätze für Biodiesel und Pflanzenölkraftstoff in den Jahren 2010-2012 mit nun vorgelegten Änderung des Energiesteuergesetzes. Damit setze die neue Koalition aus CDU/CSU und FDP eine weitere Zusage aus ihrem Koalitionsvertrages um“, zeigt sich Rehberg erfreut.

Aufgrund besonders ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Biokraftstoffproduktion, vor allem hohe Rohstoff-preise, sei der Absatz von reinen Biokraftstoffen zurückgegangen. Mit der jetzt vorgelegten Neuregelung soll der Markt wieder belebt werden.

Nach dem Gesetzentwurf betrage die Besteuerung für Biodiesel (Fettsäuremethylester) bis 31. Dezember 2012 21 Cent/pro Liter, für reines Pflanzenöl bis 31. Dezember 2012 18 Cent/pro Liter

Quelle: MVticker-Das Nachrichtenportal

11. Februar 2009

Bundesregierung stürzt Biokraftstoffbranche in den Ruin

Zur öffentlichen Anhörung des Umweltausschusses zu Biokraftstoffen erklärt Hans-Josef Fell, energiepolitischer Sprecher:
Die Biokraftstoffbranche steht vor einem Ausverkauf.
Zu diesem Ergebnis kommt der Sachverständige Lackmann bei der heutigen Anhörung im Umweltausschuss zum Biokraftstoffquotengesetz. Von 1900 Tankstellen für reinen Biodiesel sind nur noch 150 Tankstellen übrig geblieben.
Schuld daran ist die Anti-Biokraftstoffpolitik der Bundesregierung, die auf Steuererhöhungen und Anhebung des Erdölanteils am Kraftstoffmarkt setzt.

Mehr Erdöl bedeutet mehr Umweltverschmutzung und mehr Klimagase. Leider war der Mineralölwirtschaftsverband nicht im Stande, einen Nachhaltigkeitsnachweis für Erdöl zu liefern. Stattdessen forderte der Mineralölwirtschaftsverband, künftig einheimische Biokraftstoffe durch ein Biokraftstoffverfahren zu ersetzen, das vollständig auf den Einsatz von Palmölen basiert.

Mit Ihrer alljährlichen Quotenänderung entzieht die Bundesregierung den Unternehmen jede Planungssicherheit und führt künstlich eine Rezession in der Biokraftstoffwirtschaft herbei.
Auch mit dem vorliegenden Gesetzentwurf bleibt unklar, wie der Import von Biokraftstoffen aus Raubbau ausgeschlossen wird.
Wir fordern die Bundesregierung auf, die Chaos-Tage beim Biosprit zu beenden, das Quotengesetz zu stoppen und stattdessen die Besteuerung reiner Biokraftstoffe zurück zu nehmen.
www.hans-josef-fell.de

14.02.2009

Der FDP liegen - sagt sie immer wieder - die mittelständischen Unternehmen am Herzen. Der Zusammenbruch der Reinbiokraftstoff-Unternehmen durch die Energiesteuer und das Biokraftstoffquotengesetz erfordert ihre Stellungnahme. Der Umweltpolitische Sprecher der Fraktion, Michael Kauch, hat dazu eine Pressemitteilung am 13.02. ausgegeben.

Besteuerung

13.02.2009

Ob Brüssel bis Ende März einen verbindlichen Nachhaltigkeits-Nachweis als Rahmenrichtlinie für die Nationalstaaten erlassen hat – das ist jedenfalls die Absicht – und dann Bundesregierung und Bundestag ein eigenes Gesetz im April verabschieden können, ist derzeit keineswegs sicher. Umso wichtiger ist es, in den kommenden Wochen Regierung und Parlamentarier auf die verheerenden Folgen ihrer derzeitige Energiesteuer-Politik hinzuweisen. BDOel und UFOP haben gemeinsam mit einer Presseerklärung am 12.02. bereits reagiert (siehe Anlage). Das Problem ist, dass ein Rundschlag zu verschiedenen Problemen mit unterschiedlichen Lösungen Stellung genommen wird (Berücksichtigung von Reinkraftstoffherstellern, die bereits “bestehen”, Steuererleichterung nur für Hersteller “von max. 10.000 Kubikmeter” – welcher MdB rechnet das in die üblichen Tonnen oder Liter um? – sowie Mautabsenkung für Biokraftstoff nutzende Lkw), so richtig sie im Einzelnen sein mögen.

Sehr viel zielgerichteter ist dagegen der Änderungsantrag des MdB Josef Goeppel (CSU), der eine Änderung des vorgelegten Gesetzentwurfs beantragt und gegen die jetzige Steuerregelung im Interesse der dezentralen Biokraftstoffhersteller argumentiert.

12.02.09

Mit dem Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien (Drs.16/11131) wollte die Bundesregierung nicht nur den Eingangsprozentsatz der Beimischungsquote absenken, sondern auch Nachhaltigkeitskriterien für importierte Pflanzenöle (Palm, Soja) bis Ende 2009 aussetzen. Die EU erhebt Einspruch. Die Nachhaltigkeitskriterien sollen europaweit geregelt werden (so eine Meldung von dpa). Daraufhin wurde kurzfristig das weitere deutsche Gesetzgebungsverfahren vertagt. Die EU will bis Ende März entscheiden. Ein geregeltes Verfahren müsste dann im April in Deutschland stattfinden…

Kommentar:
Die Bundesregierung nimmt diesen Aufschub gerne zur Kenntnis und verschiebt die nationalen Termine, weil sie weder ein konsistententes Nachhaltigkeitsprogramm in den vergesehen Fristen entwickeln konnte, noch die Widersprüche in ihren eigenen Absichten zur Biokraftstoffpolitik in die Wirtschaft vermitteln konnte. Von dort hat es Widersprüche gehagelt. Die Mineralölindustrie atmet erleichtert auf, die dezentralen Hersteller von Pflanzenölkraftstoff- und Biodieselhersteller verlieren jede Hoffnung, dass sie die Insolvenz noch abwenden können. Es gibt aber noch einige Wochen Luft, auf die Politik einwirken zu können.

10.02.2009

Brief an Bundeskanzlerin

Mit einem Schreiben vom 9. Februar 2009 hat sich der BBK (Bundesverband Biogene und Regenerative
Kraft- und Treibstoffe e.V.) erneut an die Bundeskanzlerin gewandt, um ihr die dramatische Situation der Branchen der Biodiesel-, Pflanzenöl-, Eiweißfuttermittelproduktion und
Transportwirtschaft als Folge der Besteuerung nach dem EnStG aufzuzeigen. In
dem Brief werden auch Vorschläge zur Veränderung unterbreitet.
Bitte lesen Sie selbst!
Brief Merkel

21.01.2009

Über der Politik kann man man verzweifeln. Das Bundesfinanzministerium stellt fest, dass dezentral erzeugter Pflanzenölkraftstoff mit 20,2 Cent ‘unterkompensiert’, also zu hoch besteuert sei. Der Bundesrat stimmt einstimmig, also mit den Stimmen der CSU, dafür, dass die Steuerstufe 2009 zumindest für das laufende Jahr ausgesetzt wird. Und dann stimmen die bayerischen CSU-Vertreter im Finanzausschuss gegen eine vermeintliche Überförderung. Ausgerechnet ein Vertreter der CSU, Albrecht Rupprecht (Weiden) in dessen Heimat Oberpfalz in Bayern sich zahlreiche dezentrale Ölmühlen befinden ! Bei deren Eröffnung ließen sich alle Politiker gerne als Förderer ablichten. Rupprecht ist Miinhaber der Rupprech Consulting, Weiden und der Fronteris Biodiesel VC., Regensburg.

Die Behauptung, die Pflanzenölbranche erwarte, dass marktbedingte Schwankungen der Rapspreise durch die Steuerpolitik ausgeglichen werden solle, ist falsch! Ihre Erwartung ist, dass markbedingt hohe Produktionskosten nicht zusätzlich durch eine ungerechtfertigte Energiesteuer von jetzt knapp 19 Cent/Liter abgewürgt wird. Der Bundesfinanzminister träumte davon, Millionen an Mehreinnahmen durch die Energiesteuer einnehmen zu können. Es müsse verhindert werden, dass sich die Reinbiokraftstoff-Erzeuger eine “goldene Nase” durch die Steuerbefreiung verdienen. Er wird an seiner Politik keine große Freude haben. Die insolventen Biodieselwerke und stillgelegten Ölmühlen führen weder Körperschaftssteuer oder Einkommensteuer und auch keine Gewerbesteuer ab. Und die entlassenen Arbeitskräfte liegen den Sozialversicherungen auf der Tasche.

Die hochgesteckten Ziele des Klimaschutzes, der größeren Unabhängigkeit Europas und der BRD von Import-Energie, der regionalen Wertschöpfung und mehr Arbeitsplätzen sind völlig aus der Diskussion und für Entscheidungen geraten. Die Politik feiert Großprojekte (wie BtL) , deren Ergebnisse völlig unklar sind.

Im Finanzausschuss sind Bündnis 90/DIE GRÜNEN energisch gegen diesen “Todesstoß” aufgetreten.

30.12.2008

(dv) Am 12.11.2008 hat die Bundesregierung (BR) dem Bundestag einen ‘Zwischenbericht … zur Steuerbegünstigung von Biokraft- und Heizstoffen 2008′ vorgelegt, (Drucksache 16/10964) der erst im Dezember in die Öffentlichkeit drang (in der Anlage der Bericht). Er gibt eine Fülle von Rätseln auf:

• Warum sind die Rohstoffkosten bei “Integrierten Großanlagen” für Biodiesel niedriger als bei “Nicht integrierten Großanlagen”? Wird da der Preisabschlag für importierte Pflanzenöle und andere Fette berücksichtigt, die billiger sind als heimisches Rapsöl ?
• Warum werden der “Mehraufwendungsausgleich” bei Biodiesel und Pflanzenölkraftstoff gleich mit 8,0 Cent angesetzt, obwohl die Umrüstung eines Fahrzeugs auf Pflanzenölkraftstoff wesentlich mehr kostet, als die meist ab Werk geleistete ‘Freigabe’ des Fahrzeugs für Biodiesel?
• Ist es systematisch überhaupt richtig, die Nebenprodukte als Preisentlastung in Ansatz zu bringen, die im Falle des Pflanzenöls die Herstellúng an Eiweiß reichem Futtermittel (als Sojaersatz) liefern, im Falle von Biodiesel Rapsextraktionschrot und - industriell oder als Heizstoff verwertetem - Glycerin. Diese Nebenprodukte sind also wegen ihrer Unvergleichlichkeit überhaupt nicht in Ansatz zu bringen.
• Warum ignoriert das BMF schlicht die tatsächliche Marktsituation, in der die Masse der Ölmühlen derzeit still gelegt ist und der Handel mit Pflanzenölkrsftstoff nahezu zum Erliegen gekommen ist?

Die Bunderegierung rechnet mit einem Realpreis für Diesel von 112,1 Cent/Liter. An der Tankstelle (inkl. MwSt.) würde das einen Preis von 134,1/Liter bedeuten. Die Dieselfahrer zahlen aber an der Tankstelle deutlich weniger, im Augenblick bis zur 93,9 Cent/Liter, netto also 76 Cent. Abgesehen davon, dass die Preise für Großabnehmer wesentlich günstiger liegen, wird sich die Speditionsbranche derzeit mit preiswertem Diesel-Kraftstoff eindecken.

Der Bericht der Bundesregierung stellt fest, dass reiner Biodiesel B100) zwischen knapp 7 und knapp 11 Cent ‘unterkompensiert’, also mit zu hoher Energiesteuer belastet sei.Erstaunlicherweise soll dagegen der Pflanzenölkraftstoff eine ‘Überkompensation’ von 6.74 Cent genießen. Abgesehen davon, ob das überhaupt richtig ist: Nur verschämt gibt sie zu, dass “die Produktion von Pflanzenöl in Kleinanlagen … im gleichen Zeitraum um 20,2 Cent je Liter unterkompensiert” sei, also erdrückend besteuert war und dieser Druck gegenwärtig weiter zugenommen hat. Die behauptete ‘Überkompensation’ muss sich folglich auf die großen Ölmühlen beziehen. Diese Großanlagen (z.B. bei ADM, Bunge oder Cargill) sitzen aber auf tausenden von Tonnen Rapsöl in ihren Lagern, da Kontrakte nicht mehr abgerufen werden. Trotzdem frohlockt das BMF, dass der Handel an Pflanzenöl-Reinkraftstoffen (Biodiesel und Pflanzenöl) im Vergleich zum Vorjahr bis August 2008, also in der Zeit noch relativ hoher Dieselpreise, um 4 % zugenommen habe. Knapp 683.000 Tonnen Pflanzenölkraftstoff (und 1.055 Mio. t Biodiesel-Reinkraftstoff, B100) seien abgesetzt worden. Der Text des Berichts findet sich anliegend.

Also Alles ist gut? Man wähle die richtigen Zeiträume für den Bericht, verschließe die Augen vor den Fakten, berufe sich auf wenige Quellen - statt mal bei den handelnden Personen nachzufragen oder in den Marktberichten nachzusehen - und kommt am Schluss zum Ergebnis, es gäbe keinen Handlungsbedarf. Über die dramatische Ungerechtigkeit, dass eine überwiegend dezentral aufgestellte Pflanzenölkraftstoffbranche vernichtet wird, kann da schon mal weggesehen werden. Sie ist - in den Augen der Mineralölindustrie und der Bundesregierung - auch gar nicht erwünscht.